{"id":162,"date":"2015-09-02T18:11:39","date_gmt":"2015-09-02T16:11:39","guid":{"rendered":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/?p=162"},"modified":"2023-03-17T02:19:58","modified_gmt":"2023-03-17T00:19:58","slug":"das-kind-wenn-buch-und-film-aufeinander-treffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/?p=162","title":{"rendered":"\u201eDas Kind\u201c \u2013 wenn Buch und Film aufeinander treffen"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-4\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/bilder.buecher.de\/produkte\/34\/34457\/34457611z.jpg\" alt=\"\" width=\"138\" height=\"210\"\/><\/figure><\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p><strong>Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was ist wirklich dran an der Theorie der Wiedergeburt (\u201eReinkarnation\u201c)?<\/strong><\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow\" style=\"flex-basis:25%\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/de.web.img2.acsta.net\/pictures\/210\/033\/21003397_20130506081924785.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"200\"\/><\/figure><\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Diesen und anderen verzwickten Fragen geht Sebastian Fitzek in seinem Thriller \u201eDas Kind\u201c aus dem Jahr 2008 auf den Grund. Robert Stern, ein sehr guter Anwalt, muss sich einem Fall stellen, der eigentlich nicht seiner Liga entspricht. Als er jedoch von einem anonymen Anrufer erpresst wird, liegt es an ihm, das Geheimnis zu l\u00fcften. Den ersten Schock erh\u00e4lt der Anwalt aufgrund einer Videonachricht des geheimnisvollen Unbekannten. Stern wird angedroht, dass sowohl seine Exfrau Sophie als auch ihre Zwillinge ermordet werden. Er erh\u00e4lt das Versprechen, dass er sobald er den Fall \u201eSimon Sachs\u201c annimmt, den Aufenthaltsort seines geliebten und totgeglaubten Sohnes Felix zu erfahren. Auch wenn es auf die Kosten eines kleinen Jungen geht. Der zehnj\u00e4hrige Simon Sachs, der wegen seines Hirntumors nur noch kurze Zeit zu leben hat und von grauenvollen Visionen heimgesucht wird, behauptet, f\u00fcnf Jahre vor seiner Geburt mehrere Menschen ermordet zu haben. Allesamt waren Verbrecher aus F\u00e4llen, in denen Leichen nie gefunden worden sind. Bis zu diesem Zeitpunkt.&nbsp; Wie es die Art des Starautoren ist, sorgt die detaillierte Beschreibung der Schaupl\u00e4tze und auch der Opfer und Leichen&nbsp; daf\u00fcr, dass der Leser sich ein m\u00f6glichst genaues Bild \u00fcber die dargestellten Situationen machen kann. Somit f\u00fchlt man sich im Verlauf des gesamten Werkes wie ein Teil der Ermittlungen. Stern ist \u00fcberzeugt, dass der kleine Junge an Wahnvorstellungen leidet. Carina hingegen denkt, dass diese Folgen einer sogenannten \u201eReinkarnation\u201c sind.&nbsp; Zusammen mit der Krankenschwester und seinem ehemaligen Klienten Borchert geht er dem Ursprung von Simons Visionen auf den Grund und st\u00f6\u00dft dabei auf die Intrige einer p\u00e4dophilen Gemeinschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Sebastian Fitzek widmet sich in seinem Thriller zwei von Grund auf unterschiedlichen Thematiken und bringt diese mit Bedacht zusammen. Auf der einen Seite handelt es von einer M\u00f6glichkeit der Wiedergeburt, zum anderen dreht es sich um Kindesmissbrauch. Zwei so enorme Gegenpole und doch sind sie in diesem Thriller auf eine Ebene gebracht worden. Fitzek f\u00fchrt den Leser wie man es von ihm gewohnt ist mit seinem entspannten Schreibstil durch das Geschehen. Trotz des abrupten Einstieges, in dem Personen genannt werden, die einem vorerst v\u00f6llig unbekannt sind, gelingt es Fitzek, aus der vorzeitigen Verwirrung des Lesers starkes Leseinteresse zu schaffen. Auch hier steckte Fitzek viel Energie in die Recherche. \u00c4hnlich wie in seinen anderen Werken &#8222;Die Therapie&#8220; und &#8222;Amokspiel&#8220; baut der Autor auf langanhaltende Spannung. Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die den Leser in verschiedene Richtungen f\u00fchren und 180 Grad Wendungen nehmen. Diese Abschnitte unterteilen sich wiederum in viele kleine Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger enden. Dies macht es nahezu unm\u00f6glich, das Buch zur Seite zu legen. Ab dem Moment, wo die &#8222;Aufl\u00f6sung&#8220; beginnt, geht es mit der Spannung noch einmal richtig los. Vorerst stellt sie alles in den Schatten, was man sich f\u00fcr das Ende ausgemalt hat, sodass man zum ersten Mal das Buch freiwillig f\u00fcr eine Weile zur Seite legt, um sich der Wendungen komplett bewusst zu werden. Der Kreis aus Verwirrungen f\u00e4ngt an, sich zu schlie\u00dfen und Sinn zu ergeben. Wie es f\u00fcr Fitzek typisch ist, beinhaltet auch \u201eDas Kind\u201c einen pl\u00f6tzlichen Plot Twist, sodass es schier unm\u00f6glich ist, vorherzusehen, wie das Ganze ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bestseller-Adaption des Filmes bietet elektrisierende Szenen und bekannte Schauspieler wie zum Beispiel Eric Roberts (\u201eThe Dark Knight&#8220;). Begeisterte Leser der Romane d\u00fcrften dennoch Fitzeks sonst sehr eigenen Spannungsaufbau vermissen. Die Filmversion des Thrillers ist leider trotz Fitzeks Beihilfe etwas Konfus geraten. Der Film baut auf Hektik und Gewalt sodass anders als beim Lesen des Buches keine Zeit bleibt, eine Beziehung zu den Hauptakteuren aufzubauen. Die Beziehung zwischen Carina und Robert bleibt so nahezu unklar, was beinahe die einzige Parallele zwischen Buch und Film darstellt. Fitzeks Geschichte wird derartig verkompliziert, dass auch Kenner des Thrillers Probleme haben, die Geschichte zu verfolgen. Zudem werden Szenen in den Film eingebaut, die in dem Buch gar nicht vorkommen und nicht essentiell wichtig f\u00fcr den weiteren Verlauf der verzwickten Geschichte sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem befasst sich Fitzek wie auch in vielen anderen seiner Werke mit einer psychischen St\u00f6rung. Der Autor besch\u00e4ftigt sich mit einer Frage, die sich sicherlich jeder schon einmal gestellt hat: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Au\u00dferdem wird der Krankheitsverlauf eines krebskranken Kindes dem Leser und \/ oder dem Zuschauer n\u00e4hergebracht. Dadurch gelingt es Fitzek, gekonnt einen Bezug zur Realit\u00e4t aufzubauen und den Leser durch eventuelle eigene Erfahrungen in die spannende und emotionale Geschichte einzubinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><strong>in Zusammenarbeit mit Cindy Marczuk<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gibt es ein Leben nach dem Tod? Was ist wirklich dran an der Theorie der Wiedergeburt (\u201eReinkarnation\u201c)?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[228],"tags":[129,126,132,128,125,130,56,124,127,131],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/162"}],"collection":[{"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=162"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/162\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1928,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/162\/revisions\/1928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/sarah-pietschmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}